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Schulleben
 

Musical der DFK 2

„Außerirdisches Kerlchen notgelandet“

Nach der Aufführung des Musicals „Der Regenbogenfisch“ (von M. Pfister und D. Jöcker) im letzten Schuljahr brachte die Chorklasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums Wasserburg (3. Schulbesuchsjahr) am 10./11. und 13.07.13 mit sehr großem Erfolg das Musical „Der kleine Kerl vom anderen Stern“ von G. Lübeck und K. Weiher im historischen Theatersaal auf die Bühne. Ein kleines blaues Kerlchen muss auf der Erde notlanden, weil sein Raumschiff keinen Treibstoff mehr hat. Auf der Erde findet es genug in Form von Blättern. Allerdings hat sich das Kerlchen verirrt und kann das Raumschiff nicht mehr finden. Auf der Suche begegnet die Hauptfigur verschieden Tieren (Affe, Fisch, Möwe), die bereitwillig helfen, aber keines der angebotenen Dinge (Kokosnuss, Muschel, Straußenei) ist das gesuchte Raumschiff. Die Texte und das Stück wurden für die Förderschulkinder umgearbeitet, vereinfacht und als Hörspiel aufgenommen. Durch das Anhören lernten sie den Text auswendig.

Die Hauptrolle „Das kleine Kerlchen“ wurde von vier Kindern gespielt. Der Sprechtext wäre sonst zu lange für ein einzelnes Kind gewesen. Solistische Stücke gehörten auch zur Figur, die die drei Jungen und ein Mädchen mit Begeisterung sangen. Der Wunsch der Schüler war es, die Strophen der Chorstücke im Duett zu singen. Sie „überzeugten gesanglich als auch in ihren Rollen“ (Wasserburger Zeitung vom 13.07.13, S. 23). Auch Schüler, die sich letztes Jahr noch nichts oder nur wenig (zu)trauten, hatten nun den Mut sich auf der Bühne zu präsentieren, gingen zunehmend aus sich heraus, wurden immer sicherer und flexibler in Gesang, Wort und Spiel. Das Selbstbewusstsein der Darsteller stieg zusehend. Begleitet wurden die Lieder am E-Piano. Jeder der acht Jungen und zwei Mädchen durfte mindestens eine Rolle spielen. „Tosender Schlussapplaus war der verdiente Lohn für die großen Anstrengungen …“ (Wasserburger Zeitung vom 13.07.13, S. 23). Beim Umziehen der Kostüme, der Technik und dem Beruhigen der Kinder halfen Mütter hinter der Bühne mit. Das Bühnenbild und die Requisiten gestalteten die Kinder unter Anleitung von Lehrkräften weitgehend selbst. Jeder Schüler konnte sich mit seinen Ideen in den verschiedensten Bereichen (Bühnenbild, Kostüme, …) einbringen. Über die Vorschläge und die Umsetzung wurde dann diskutiert und gemeinsam abgestimmt. So wurde es ein wieder richtiges Gemeinschaftsprojekt und schweißte die Klasse weiter zusammen.

Für alle Beteiligten war dieses fächerübergreifende Projekt ein wunderbares Erlebnis! Die Kinder waren sehr stolz auf ihre Aufführungen und bedauern es schon sehr, dass sie nächstes Jahr keine Chorklasse mehr sein werden.

Christiane Fruth, Klassenlehrerin der Chorklasse